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Heimsieg der Ersten

von unserem Vorstand-Fußball, 26.09.2017 13:45 Uhr

uploaded/mitteilungen/index_cr.jpg Hermsdorfer Teamgeist schlĂ€gt TĂŒrkspor FK

Ein klassischer Fußballsonntag in Hermsdorf sieht folgendermaßen aus:

Am Morgen und frĂŒhen Vormittag spielen die Ă€ltesten Jugendmannschaften des VfB ihre Spiele, im Anschluss zeigt dann die zweite MĂ€nnermannschaft ihr Können, bevor dann das AushĂ€ngeschild des Vereins, die erste MĂ€nner, um Punkte kĂ€mpft.

Diese Spiele eint, dass sie alle von großem Einsatz und dem unbĂ€ndigen Willen geprĂ€gt sind, die drei Punkte in Hermsdorf zu behalten. Was jedoch stets an oberster Stelle aller Partien steht, ist das respektvolle Miteinander, sodass man dem Gegner nach dem Spiel Respekt zollt und je nach Spielausgang zum Sieg gratuliert oder aufmunternde Worte findet und viel Erfolg fĂŒr die restliche Saison wĂŒnscht.

Was im Umkehrschluss also nicht zu einem solchen Amateurfußballsonntag gehört sind Beleidigungen, Drohungen, TĂ€tlichkeiten sowie die notwendig gewordene Anwesenheit von PolizeikrĂ€ften.

DarĂŒber sollte sich jeder Anwesende, egal ob Spieler, Fan oder FunktionĂ€r, an diesem Sonntag mal seine Gedanken machen und seine eigenen Handlungen reflektieren, sodass man in Folge dessen jegliche Aktionen auf und neben dem Spielfeld und darauffolgende Reaktionen leicht in einen Zusammenhang bringen kann.

So, genug Knigge und Moralapostel, denn das soll ja schließlich eine Spielzusammenfassung werden und kein neuer Bestseller „Wie verhalte ich mich auf einem Sportplatz!“:

Nach einem denkbar ungĂŒnstigen Start in den Fußballmonat September mit zwei Niederlagen der Ersten Mannschaft galt es, den AufwĂ€rtstrend der letzten Woche zu bestĂ€tigen und den TĂŒrkspor FK zu schlagen, um sich weiterhin im oberen Drittel der Tabelle zu behaupten.

Wie sich im Nachhinein feststellen ließ, fiel die Vorentscheidung fĂŒr den Spielverlauf schon wĂ€hrend des AufwĂ€rmens als Urban dem Trainerteam signalisierte, er könne aufgrund einer Fußverletzung nicht auflaufen und Schröder fĂŒr ihn in die Startelf rĂŒckte: Denn Schröder sollte an diesem Tage sein bislang bestes Spiel im VfB-Trikot bestreiten.

Des Weiteren rĂŒckte Hejzlar in die Anfangsformation, fĂŒr ihn musste Habedank auf der Bank Platz nehmen.

Ein klassischer FrĂŒhstart gelang dem VfB an diesem Sonntag, indem der schon angesprochene Schröder einen traumhaften Ball hinter die Abwehrkette auf Teichfischer spielte, Teichfischer vor TorhĂŒter Durmaz an den Ball kam, diesen umkurvte und mit dem rechten Fuß zur FĂŒhrung einschob.

Wenige Minuten spĂ€ter ergab sich fĂŒr TĂŒrkspor die einzig nennenswerte Torchance der ersten halben Stunde, als ein Moabiter nach einer Ecke frei zum Kopfball kam und Maaß zu einer Glanztat zwang.

Kurze Zeit spĂ€ter tauchte Duncan allein vor dem Tor von TĂŒrkspor auf, nachdem er von Schröder steil geschickt wurde. Sein Schuss traf noch den Außenpfosten und rollte ins Aus.

Es war knapp eine halbe Stunde gespielt, da hatte Schröder seinen nĂ€chsten großen Assist-Moment. Nach einer starken Balleroberung im Mittelfeld kam der Ball zu Schröder, der einen klasse „Stecker“ auf Alkilic spielte, welcher keine Probleme hatte am TorhĂŒter vorbei zu gehen und mit seinem schwĂ€cheren rechten Fuß einzuschieben.

Nur Sekunden nach Wiederaufnahme des Spiels erhielt TĂŒrkspor einen Freistoß zugesprochen.

Der Ball wurde aus halbrechter Position aufs Tor gebracht, Maaß konnte den Ball nur noch mit MĂŒhe abwehren, der abgeprallte Ball fiel vor die FĂŒĂŸe von Salantur, der den Ball in Richtung Tor bugsierte, wo Neziroglu, in abseitsverdĂ€chtiger Position, nur noch den Fuß hinhalten musste, um den Anschlusstreffer zu erzielen.

Weitere fĂŒnf Minuten spĂ€ter wurde Teichfischer nach einer Ecke ĂŒbel umgegrĂ€tscht, woraufhin es korrekterweise Elfmeter gab. Die wĂŒtend aggressiven Proteste TĂŒrkspors sollten nicht unerwĂ€hnt bleiben, genauso wenig wie die Tatsache, dass es ein Moabiter Spieler fĂŒr nötig erachtet hatte, den bereits verletzt am Boden liegenden Teichfischer nochmals auf den Knöchel zu steigen. Folge dieses „Einsteigens“ war eine mehrminĂŒtige Rudelbildung, in der einige Nettigkeiten von beiden Seiten ausgetauscht wurden. Sanktioniert wurde diese Szene mit der gelben Karte fĂŒr das Foulspiel zum Elfmeter und jeweils einer gelben Karte fĂŒr beide Seiten wegen unsportlichen Verhaltens. Das Spiel war nach dem Foulspiel fĂŒr Hermsdorfs KapitĂ€n Teichfischer beendet, fĂŒr ihn kam Routinier Krause.

Nach der nun mehr als vier Minuten andauernden „Konzentrationsphase“ fĂŒr ElfmeterschĂŒtzen Alkilic versenkte dieser den Ball souverĂ€n im Tor. Wer sich nun darauf einstellte, der VfB wĂŒrde den Spielstand mit in die Halbzeit nehmen können, hatte sich getĂ€uscht.

Keine zwei Minuten nach dem Ausbau der FĂŒhrung lief die Hermsdorfer Elf in einen Konter, bei dem fĂ€lschlicherweise versuchte wurde, kurz hinter der Mittellinie auf Abseits zu spielen. Salantur lief allein auf TW Maaß zu und scheiterte, der Abpraller jedoch landete bei Celik, der keine MĂŒhe hatte den Ball ins leere Tor zu schießen.

In der Nachspielzeit der ersten HĂ€lfte kam es dann zu einer weiteren „Versammlung“. Nach einer Einwurfentscheidung, bei der sich der Assistent und der Hauptschiedsrichter nicht einig waren, gab es eine kleine „Rangelei“ um den Ball zwischen zwei Spielern. In Folge dessen stĂŒrmten sowohl Spieler Hermsdorfs als auch TĂŒrkspors aufeinander zu, um den jeweiligen Kollegen zu unterstĂŒtzen. Klar erkennbar waren beide Mannschaften in dieser Szene mit einer gewissen EmotionalitĂ€t am Werk, was die Spieler beider Vereine in dieser Situation unterschieden hat ist, dass kein Hermsdorfer im Gesicht eines Spielers aus Moabit auf TuchfĂŒhlung ging. Leider wurde diese glasklare TĂ€tlichkeit vom Schiedsrichtergespann nicht sanktioniert und lediglich der Hermsdorfer Hejzlar bekam am Ende dieses Gerangels eine gelbe Karte.

Kurze Zeit spĂ€ter pfiff Schiedsrichter Schwarz zur Halbzeit und auch auf dem Weg in die Kabine lag ein hohes Aggressionspotential in der Luft, sodass die 15 Minuten zum AbkĂŒhlen und Durchatmen gerade recht kam.

Die erste Tormöglichkeit nach Wiederanpfiff gehörte der Hermsdorfer Elf in Person von Alkilic, TW Durmaz war aber im kurzen Eck zur Stelle.

Die ersten 25 Minuten des zweiten Durchgangs waren von ein und demselben Bild geprĂ€gt: TĂŒrkspor hatte Ballbesitz und rannte an, der VfB verteidigte solide, schaffte es aber nicht fĂŒr Entlastung zu sorgen.

So kam es, wie es kommen musste, TĂŒrkspor gelang der Ausgleich. Salantur setzte sich nach einem langen Ball clever gegen Innenverteidiger Fehlner durch und stand folglich allein vor TorhĂŒter Maaß. Diesem ließ er keine Chance und verwandelte souverĂ€n links unten ins Eck.

Nun stand die Begegnung wieder pari und den Beteiligten auf beiden Seiten war klar, dass das nĂ€chste Tor sehr wahrscheinlich die Entscheidung mit sich bringen wĂŒrde.

Hermsdorf wachte nach dem Ausgleichstreffer wieder mehr und mehr auf und konnte nun auch wieder offensiv zulegen.

Die letzten zehn Minuten des Spiels waren bereits angebrochen, als Duncan im gegnerischen Strafraum in halblinker Position an den Ball kam und ansatzlos mit links abschloss. Zur Freude aller Hermsdorfer AnhĂ€nger schlug der Ball unhaltbar fĂŒr TW Durmaz links oben im Winkel ein, das mĂŒsste doch nun die Entscheidung gewesen sein, doch in Hermsdorf hat man schon vieles erlebt.

Es galt die letzten Minuten nun mit Mann und Maus zu verteidigen, um den knappen Vorsprung ĂŒber die Ziellinie zu bringen.

Nach einer etwas unĂŒbersichtlichen Situation schwĂ€chte sich TĂŒrkspor FK selbst, denn der Moabiter Mertoglu erhielt die gelb-rote Karte von Schiri Schwarz, sodass man die restlichen Minuten in Unterzahl bestreiten musste.

Nichtsdestotrotz erhielt Neziroglu fĂŒnf Minuten vor Schluss noch die Riesenmöglichkeit zum erneuten Ausgleich, doch der Hermsdorfer Schlussmann Maaß lenkte den aus zehn Metern geschossenen Ball noch an die Querlatte und feierte diese Parade lautstark.

In der Nachspielzeit lief der VfB einen Konter, um den Sack endgĂŒtlig zu zumachen, doch das Abspiel von unserem „Assist-Monster“ Schröder war nicht perfekt und Duncan brachte es fertig den Ball aus 5m mit links neben das Tor zu schießen.

Somit war nochmal Zittern angesagt, da TĂŒrkspor noch einen Freistoß erhielt. Salantur schoss den Ball jedoch ĂŒber das Tor. Kurze Zeit spĂ€ter pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab und Hermsdorf bejubelte die drei Punkte.

Aufgrund der PolizeiprĂ€senz ging es dann auch friedlich in die Kabinen der jeweiligen Mannschaft, das sah in der Halbzeit noch ganz anders aus und ließ Böses fĂŒr den Abpfiff erahnen.

Schlussendlich lĂ€sst sich sagen, dass es eine von beiden Seiten leidenschaftlich gefĂŒhrte Partie war, die sportlich gesehen Werbung fĂŒr den Landesliga-Fußball war. Im gegenseitigen Umgang auf und neben dem Platz hatte diese Partie jedoch nicht mal Kreisklassen-Niveau!

Nun gilt es fĂŒr die Jungs der ersten MĂ€nner die sportliche Leistung bereits am Donnerstag, den 28.09.2017, beim Wittenauer SC Concordia zu bestĂ€tigen, damit man weiterhin Teil der Spitzengruppe bleibt. Anstoß ist in dem Abendspiel um 19.30 Uhr in der Göschenstraße.

Der VfB spielte mit: Maaß – Walczuch (88. Ahmadi), Mertens, Fehlner, Piechota (78. Bredow) – Alkilic, Al-Moussa, Hejzlar, Schröder – Teichfischer (40. Krause), Duncan

Tore: 1:0 Teichfischer (2.Min), 2:0 Alkilic (29.Min), 3:1 (FE) Alkilic (38.Min), 4:3 Duncan (80.Min) – 2:1 Neziroglu (31.Min), 3:2 M.Celik (40.Min), 3:3 Salantur (70.Min)

Zuschauer: 75

verfasst von: D.Winkens